Über mich

Mirtha Monge, Der WegNach der Koan-Schulung autorisierte mich der Zen-Meister und indische Jesuit Ama Samy, Zen zu lehren. Er ernannte mich 2013 zum unabhängigen Zen-Meister und gab mir den Dharma-Namen „Clear Light Bodhi Ken“ („Klares Licht Bodhi Ken“).

Ama Samys Lehrer, Zen-Meister Koun Yamada, war lange Zeit Vorsitzender der japanischen Sanbo Kyodan-Schule. Nach dem Tod von Koun Yamada gründete Ama Samy seine eigene Zen-Schule, die Bodhi-Sangha und das Zen-Zentrum Bodhizendo in den Bergen Südindiens. Seine lebendige und tiefe Lehre ist dem Zen-Weg gegenüber treu und steht gleichzeitig in einem offenen Dialog mit Christentum, Hinduismus, Philosophie und modernen Wissenschaften.

Geboren bin ich 1957 in Calw im Schwarzwald. Nach dem Abitur durchlief ich eine Reserveoffiziersausbildung bei der Bundeswehr. Diese Erfahrung stürzte mich in eine existentielle Krise. Ich lernte, die sozialen Verhältnisse kritisch zu sehen, Machtstrukturen und politische Interessen zu hinterfragen. Die Frage nach dem letzten Sinn brach mit großer Heftigkeit auf. Ich verweigerte den Militärdienst – und alle meine Zukunftspläne veränderten sich.

Ich fing in Tübingen an, Philosophie und Theologie zu studieren. 1983 trat ich in den Jesuitenorden ein und wurde nach einer langen Ausbildungszeit katholischer Priester. Beruflich kam ich mit unterschiedlichen sozialen Welten in Berührung. Auf den Philippinen baute ich ein Impfprojekt auf, in Nürnberg kam ich mit Asylbewerbern in Kontakt und neben Sozialarbeit betrieb ich später politische Lobbyarbeit. Nach der Wende baute ich in einer Plattenbausiedlung in Leipzig eine gemeinwesenorientierte Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf. Ich arbeitete als Seelsorger im Krankenhaus und im Gefängnis und leitete eine Lebensberatungsstelle in Berlin. Für alle diese unterschiedlichen Erfahrungen bin ich dankbar und ebenso darüber, verschiedene spirituelle Disziplinen kennengelernt und eingeübt zu haben.

Eher durch Zufall kam ich mit Zen und meinem Lehrer Ama Samy in Berührung, als ich mich 1997 ein Jahr lang zu Studienzwecken in Indien aufhielt. Von Anfang an hatte ich intuitiv das Gefühl, spirituell „nach Hause“ zu kommen. Drei Jahre später wurde ich Schüler. Viele Indienaufenthalte und intensive Jahre der Zen-Übung folgten. 2007 begann ich, selbst Zen-Kurse zu geben.

2007 trat ich aus dem Jesuitenorden aus und gründete eine Praxis für Psychotherapie und Coaching in Berlin. Nach der Laisierung vom Priesteramt heirateten meine Frau und ich. Sie ist Theologin und Krankenhausseelsorgerin.

Zen weiterzugeben ist nun zu meinem beruflichen Schwerpunkt und meiner Berufung geworden. Darüber bin ich sehr glücklich. Es ist schön, andere in die „Freiheit des Geistes“ wachsen zu sehen.

Ausbildungen:

  • Theologie (Diplom)
  • Philosophie (Bakkalaureat)
  • Integrative Gestalttherapie (FPI)
  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • Coaching (DPA, Promove)
  • Exerzitienbegleiter für ignatianische Spiritualität
  • Zen-Ausbildung bei Zenmeister Ama Samy