Weltklimakonferenz

Im Daodejing Nr. 8 ist zu lesen: „Es ist gut, das Herz tiefgründig zu bewahren; es ist gut, in Worten glaubhaft zu sein; es ist gut, im Tun die Aufgaben zu erfüllen; es ist gut, zum angemessenen Zeitpunkt zu handeln“ 

Momentan tagt in Glasgow die Weltklimakonferenz. Es geht um die Zukunft der Erde. Und es steht nicht gut.  Auch wenn die meisten nicht nach Glasgow fahren, können wir auch von zuhause aus diesen Prozess unterstützen, auch wenn das noch so klein ist: durch Meditation, durch Gespräche, durch unser Verhalten, durch unseren Lebensstil.

Dass ein Netz entstehen, wie das Netz der Indra, in dem alle Perlen verbunden sind und leuchten und ihre Wirksamkeit entfalten.  

Leid

Erschütternd sind diese Tage, erschütternd diese Zeit – das Leid Vieler ist groß. Das Unheilsame ist so greifbar. Das auszuhalten ist schwer. 

Die Übung der „Weisheit des Herzens“ und der „Intelligenz des Herzens“, damit wir da heraus leben, das wünsche ich mir für diese Zeit.

 

Licht in Dunkelheit

„Ein Licht entzündet sich am andern in der Frühlingsnacht „ (Buson).  Dies gibt, dies teilt, dies verbindet, dies bringt Freude ins Leben. Dagegen fühlen sich die aktuellen Geschichten von Gier und Hass und Egoismus fade und armselig an. 

Es ist leicht möglich, sich in Dunkelheiten dieser Tage zu verlieren, doch sobald die Augen aufgehen, dann ist es so wie der Mönch zu Unmon sagt: „Hell strahlendes Licht erleuchtet still das unendliche Weltall…“  

Dies nährt uns gegenseitig und lässt uns eine wirkliche Zukunft suchen.

weit und unendlich

„Die unendliche Weite von Fluss und Himmel ist die unendliche Weite des Herzens“ (K. Tsujimura). Wenn Du eng, abgetrennt, ängstlich oder resigniert wirst, wenn Du beginnst, in Gefühlen und Gedanken um Dich selbst zu kreisen, dann setz Dich auf Dein Sitzkissen oder Bänkchen, sammle Dich wach und lass Dein Herz sich öffnen und weit und unendlich sein.

Das konkrete Leben ist das konkrete Leben

Das Leben ist konkret. Die Sophistereien dieser Tage liegen mir manchmal im Magen wie schlechte Nahrung. Ich entdecke eine banale Wahrheit wieder: das konkrete Leben ist bodenlos, erschütternd, verletzlich, beglückend, schön, zum Lachen…. Oft bleibt mir gerade das Lachen im Halse stecken.

Eine alte Wortspielerei von Günter Wohlfahrt habe ich dieser Tage wiederentdeckt: „Die schwerste Aufgabe des Selbst ist die Aufgabe des Selbst.“ Und noch ein weiterer Satz von ihm: „Sich lassen heißt sich einlassen auf die Dinge, auf das Andere, auf den Anderen“ …und das konkret.